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WPC Unterkonstruktion

Der wichtigste Grundstein einer WPC Terrasse

Der Verbundwerkstoff WPC erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Deutschlands Terrassenbesitzern. Wood Plastic Composite – wie das Material ausgeschrieben heißt – ist eine Kombination aus Holzfasern, Kunststoff und einigen Additiven. Die Vorzüge von WPC liegen klar auf der Hand: Robustheit, Langlebigkeit, einfache Verarbeitung und einfache Reinigung. Um Ihrer Terrasse ein möglichst langes Leben zu ermöglichen, muss eine Sache unbedingt mit größter Sorgfalt montiert werden: die Unterkonstruktion. Warum die so wichtig ist, welche Materialien infrage kommen, was bei der Montage zu beachten ist und welches Werkzeug benötigen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wozu braucht es überhaupt eine WPC Unterkonstruktion?
  2. Welche Materialien eignen sich für die Montage einer WPC Unterkonstruktion?
  3. Die vielen Vorteile einer Unterkonstruktion aus Aluminium
  4. WPC Unterkonstruktion und die diversen Untergründe: Darauf müssen Sie achten
  5. Welches Werkzeug benötigen Sie für die Montage der WPC Unterkonstruktion?
  6. Berechnung des Materialbedarfs für die WPC Unterkonstruktion
  7. WPC Unterkonstruktion – Unser Fazit

1. Wozu braucht es überhaupt eine WPC Unterkonstruktion?

Eine Terrasse ist üblicherweise an 365 Tagen im Jahr den Launen der Natur ausgesetzt. Regen, Hitze, Staub, Wind, Schnee, Eis, Hagel etc. Dagegen ist das WPC als Material an sich gut gewappnet, weil robust und widerstandsfähig. Das Wetter ist allerdings nicht das einzige Problem, mit dem sich eine Terrasse herumschlagen muss. Es droht auch Gefahr von unten. Durch aufsteigende Feuchtigkeit zum Beispiel. Und genau hier kommt die WPC Unterkonstruktion ins Spiel.

Sie sorgt dafür, dass die Decklage der Terrasse nicht mit dem Untergrund in Kontakt kommt. Die Feuchtigkeit würde den Dielen nämlich gehörig zusetzen und es unmöglich machen, dass die Terrasse ihre maximale Haltbarkeit erreicht. Neben dieser Schutzfunktion erfüllt die WPC Unterkonstruktion aber noch weitere Aufgaben. Ein Überblick:

    • Sicherstellung der notwendigen Unterlüftung.
    • Schaffung eines Gefälles zur Verhinderung von Staunässe und zum Abtransport von Regenwasser.
    • Ist als Tragegerüst für die Stabilität der gesamten Terrasse verantwortlich.
    • Trägt die Decklage und sorgt für Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit.
    • Möglichkeit zum Ausgleich etwaiger Unebenheiten im Untergrund.

Stichwort Stabilität: Damit die WPC Unterkonstruktion diesbezüglich ihre Aufgabe auch wirklich gut erfüllen kann, darf der Abstand zwischen den Balken nicht zu groß sein. Bei einer Decklage aus WPC Dielen beträgt der Idealabstand 40 Zentimeter (0,4 Meter). Größere Abstände würden dazu führen, dass sich die Terrassenbretter bei Betreten durchbiegen und unweigerlich Schaden nehmen. Die Terrasse würde ihre längstmögliche Haltbarkeit so garantiert nicht erreichen.

2. Welche Materialien eignen sich für die Montage einer WPC Unterkonstruktion?

Bei der Terrassenmontage gilt üblicherweise folgender Leitsatz: Decklage und Unterkonstruktion sollten aus demselben Material bestehen. Dafür gibt es zwei Gründe. Beide Komponenten haben die gleiche Haltbarkeit und nützen sich ähnlich schnell ab. Ausbesserungsarbeiten werden deshalb höchstwahrscheinlich zur selben Zeit fällig, was den Aufwand deutlich minimiert. Zweiter Grund: Bestehen Decklage und Unterkonstruktion aus dem gleichen Material, arbeiten beide Komponenten auch gleich stark, die einen Elemente dehnen sich nicht weiter aus als die anderen.

Für eine Decklage aus Wood Plastic Composite gilt deshalb ein Unterbau aus WPC als sehr gute Wahl. Das ist allerdings nicht die einzige Möglichkeit. Mit Aluminium gibt es noch eine weitere Alternative, die unterm Strich sogar besser geeignet ist. Wir stellen beide Varianten und ihre Vorteile kurz vor.

    • WPC Unterkonstruktion: Der Verbundwerkstoff ist robust, langlebig und kommt bestens mit Feuchtigkeit zurecht. Zudem ist die Bearbeitung mittels Kappsäge sehr einfach. Wer sich für einen WPC Unterbau zur WPC Decklage entscheidet, kann beide Komponenten nach 10 bis 20 Jahren zeitgleich erneuern.
    • Aluminium-Unterbau: Unserer Meinung nach noch eine Spur besser als WPC. Warum? Aluminium verzieht sich nicht, Aluminium verrottet nicht, Aluminium ist leicht. Feuchtigkeit stellt keinerlei Problem dar, die Bearbeitung erfolgt wie bei WPC einfach mit einer Kappsäge.
Profitipp:
Eine dritte Möglichkeit ist Holz. Der große Vorteil des Naturwerkstoffs: Preislich liegt er deutlich unter WPC und Alu. Dennoch ist Holz in unseren Augen keine gute Wahl. Die Haltbarkeit ist deutlich niedriger. Die Gefahr, dass Sie die Unterkonstruktion neu montieren oder renovieren müssen, während es mit der Decklage noch keine Probleme gibt, ist sehr groß. Außerdem ist es nicht ungewöhnlich, dass sich Holz durch den Kontakt mit Feuchtigkeit verzieht. Die Decklage würde nicht mehr plan aufliegen, die Dielen würden stärker abgenutzt werden, die Haltbarkeit würde sinken.

3. Die vielen Vorteile einer Unterkonstruktion aus Aluminium

Kurz angeschnitten haben wir das Thema ja bereits, wir möchten uns aber etwas eingehender mit der Alu-Unterkonstruktion beschäftigen. Was macht es zur Option Nummer 1 für den Unterbau? Besonders positiv ist der Umstand, dass Aluminium nicht verrottet, seine Haltbarkeit ist unerreicht. Es hat keine Probleme mit Feuchtigkeit und verzieht sich nicht. Trotz seines niedrigen Gewichts ist Aluminium stabil. Besonders aufgrund des letzten Punktes ist es ideal für all jene Untergründe, die nicht stark belastet werden dürfen – zum Beispiel Dachterrassen. Ein weiterer Vorteil: Alu reißt oder splittert bei der Verarbeitung nicht. Zusätzliche Pluspunkte:

    • Staunässe oder eine unzureichende Belüftung stellen für Aluminium kein Problem dar. Die Montage an den feuchten und schattigen Plätzen des Gartens ist ohne Einschränkungen möglich.
    • Anders als Holz (und zum Teil auch WPC) reagiert Aluminium unwesentlich auf Schwankungen der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Das Material weist kein Quell- und Schwindverhalten auf.
    • Wir führen diverse Unterbauprofile aus Aluminium mit besonderen Dimensionen. Die flache Variante ist beispielsweise bestens geeignet, wenn die zur Verfügung stehende Aufbauhöhe gering ist.
    • Da sich Aluminiumleisten nicht verziehen, sind sie auch ideal, wenn Überlänge nötig ist.
    • Selbst übermäßig hohe statische Belastung ist für Aluminium kein Problem.

Wo Licht ist, ist klarerweise auch Schatten. Zum Glück hält sich der bei Aluminium aber in Grenzen. Der einzige wirkliche Nachteil: Alu ist teurer als WPC. Ein anderer Minuspunkt fällt eher unter die Kategorie „Geschmacksfrage“. Alu ist mit seiner metallenen Optik ein deutlicher Kontrast zu den eher dunkleren WPC-Dielen. Manche Menschen stoßen sich an diesem markanten Unterschied. Anderen ist es egal. Wie gesagt: Geschmacksfrage. Noch ein kleiner Nachteil: Manche Hersteller haben die Schrauben für die Halterungsclips zur Dielenbefestigung lediglich für WPC konzipiert. Für Aluminium sind die nicht geeignet. Im Fall der Fälle müssen Sie sich selbst um die passenden Schrauben kümmern.

4. WPC Unterkonstruktion und diversen Untergründe: Darauf müssen Sie achten

Terrasse ist nicht gleich Terrasse. Und Untergrund ist nicht gleich Untergrund. Jede Ausgangslage bringt andere Herausforderungen mit sich, auf die Sie bei der Konstruktion einer WPC Unterkonstruktion achten müssen. Folgende vier groben Untergrundarten kommen in der Praxis vor:

    • Flachdach/Dachterrasse
    • Altes und intaktes Fundament
    • Alte Decklage
    • Erdreich (unbefestigt)

Ausgehend von der Art des Untergrundes, mit der Sie es im Rahmen des Terrassenbaus zu tun bekommen, müssen Sie folgende Dinge im Auge behalten:

    • Flachdach/Dachterrasse: Die Unterkonstruktion kann bei dieser Variante nicht mit dem Untergrund verschraubt werden. Um die notwendige Stabilität herbeizuführen, müssen Sie einen zusätzlichen in sich geschlossenen Rahmen konstruieren.
    • Altes und intaktes Fundament: Bereits bestehende Beton- oder Estrichfundamente sind der Jackpot in Sachen Vorbereitung. Auf Sie kommen (beinahe) keine Arbeiten zu, der Untergrund ist stabil. Sollten kleinere Unebenheiten bestehen, gleichen Sie diese mit in der Höhe verstellbaren Drehfüßen oder Gummi-Terrassenpads aus.
    • Alte Decklage: Fast so gut wie ein altes Fundament, allerdings müssen Sie in diesem Fall einen besonders wichtigen Punkt mehr beachten. Um das Abfließen des Regenwassers nicht zu behindern, darf die neue Unterkonstruktion nicht direkt auf der alten Decklage liegen. Bringen Sie deshalb Unterlagsplatten oder Gummipads aus, die als Sockel dienen.
    • Erdreich: Die arbeitsintensivste Variante, die Vorbereitungen sind umfangreich. Beginnen Sie, indem Sie ein 40 Zentimeter tiefes Bett mit den Umrissen der zukünftigen Terrasse ausheben. Füllen Sie das Bett anschließen auf eine Höhe von 25 Zentimetern mit Schotter, darüber kommen 15 Zentimeter Kies. Danach bringen Sie ein Unkrautvlies aus, welches Pflanzen darin hindert, durch die Fugen zwischen den Terrassendielen zu wachsen. Als Auflagepunkte für die WPC Unterkonstruktion haben sich Beton- bzw. Steinplatten bewährt.
Profitipp:
Was die Konstruktionsweise des Unterbaus betrifft, machen die meisten Hersteller üblicherweise keine Vorgaben. Als Fachbetrieb dürfen wir Ihnen in diesem Punkt aber zur Rahmenbauweise raten. Der Vorteil bei dieser Variante: Die Seiten werden verschlossen, die Stabilität ist deutlich höher als bei anderen Ausführungen. Wichtig ist, dass die einzelnen Elemente auch untereinander verbunden sind. Falls möglich, verschrauben Sie den ganzen Aufbau zusätzlich noch im Untergrund. Die Rahmenbauweise macht auch das Anbringen von Blenden einfacher, da die Schrauben frei platzierbar sind. Einziger Punkt, auf den Sie achten müssen: Der Materialbedarf ist etwas höher, da auch die Seiten verschlossen werden.

5. Welches Werkzeug benötigen Sie für die Montage der WPC Unterkonstruktion?

Ohne dem richtigen Werkzeug wird die Konstruktion eines WPC Unterbaus schnell zur Nervenprobe. Um einen reibungslosen und entspannten Ablauf zu garantieren, müssen Sie folgendes Werkzeug bereitlegen:

    • Akkuschrauber
    • Handkreissäge oder Kappsäge
    • Lochwinkel/Lochplatten
    • Zollstock oder Rollmeter
    • Wasserwaage
    • Gummihammer oder Metallhammer
    • Markierungsstift

6. WPC Unterkonstruktion: Berechnung des Materialbedarfs

Der Materialbedarf für Ihre WPC Unterkonstruktion ist schnell erledigt. Eine kurze Rechnung genügt. Teilen Sie einfach die Länge Ihrer Terrasse durch den richtigen Abstand zwischen den Unterbauprofilen (bei WPC: 40 Zentimeter, also 0,4 Meter) und addieren Sie 1. Klingt kompliziert? Vielleicht bringt eine Beispielrechnung Licht ins Dunkel.

Gehen wir von einer 5 Meter langen und 4 Meter breiten Terrasse aus. Die Rechnung sähe in diesem Fall folgendermaßen aus:

5 : 0,4 + 1 = 13,5

Aufgerundet läge der Materialbedarf für Ihre WPC Unterkonstruktion somit bei 14 Profilen. Deren Länge sollte 4 Meter (=Terrassenbreite) betragen.

Profitipp:
Orientieren Sie sich bei der Verlegerichtung der WPC Dielen an der Abflussrichtung des Regenwassers. Die führt – klarerweise – vom Gebäude weg. Für die Unterkonstruktion ist das deshalb wichtig, weil die im 90-Grad-Winkel zu eben jener Abflussrichtung montiert werden muss.

7. WPC Unterkonstruktion – Unser Fazit

Ohne einen gut konstruierten, stabilen, robusten und langlebigen Unterbau werden Sie nicht lange Freude an Ihrer WPC Terrasse haben. Die notwendigen Vorbereitungsarbeiten hängen von der Art des vorhandenen Untergrundes ab. Bezüglich Materialwahl raten wir zu Aluminium, WPC ist ebenfalls eine gute Alternative. Von Holz sollten Sie hingegen die Finger lassen. Montieren Sie die Unterkonstruktion in der Rahmenbauweise – die sorgt für ein Maximum an Stabilität. Halten Sie sich an unseren Leitfaden bzw. die Montagehinweise des Herstellers. Ihre kreative Ader können Sie dann ausleben, wenn es an die Dekoration Ihrer neuen Terrasse geht.

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